Fast 3 Jahre bin ich schon aktiv in Yu-Gi-Oh! Online. Im zweiten Teil blicke ich auf die Zeit zurück von
Level 19 bis Level 21:
Selbst als Level 19 fehlten mir immer noch wichtige Karten, um Decks so bauen zu können, wie ich sie mir vorstellte. Ring der Zerstörung habe ich bis heute nicht in meiner Sammlung.
In einem Clan bin ich nie gewesen in YGO Online, obwohl mich ein österreichischer Clan anwerben wollte, als ich Level 21 war. Ich hatte aber keine Zeit und Lust auf einen Clan. War auch gut so, weil der Leader des Clans dann wenige Wochen später als Betrüger beschuldigt wurde, und der Clan sich dann glaube ich aufgelöst hat.
Zum Stichwort Betrüger fällt mir jetzt das Tauschen ein… Zum Glück habe ich nie extrem schlechte Tauschgeschäfte gemacht. Mein dümmster Tausch als unerfahrener Spieler war glaube ich nur, dass ich DP Karten wie Marshmellon oder Goblin Zombie hergegeben habe für normale Booster Karten. Und im alten Yu-Gi-Oh habe ich Meilen gegen Booster Karten eingetauscht, was auch nicht intelligent war.
Gunslinger Sets hatte ich damals auch noch keine gewonnen, erst als Level 21. Dazu muss ich aber anmerken, dass ich über ein Jahr lang überhaupt nicht Gunslinger gespielt habe, weil ich davor immer so vernichtend geschlagen wurde, und 7 Siege in Folge mir ohnehin unmöglich erschienen. Ohne Ring der Zerstörung hatte man auch einen großen Nachteil damals, weil die Karte viele Spiele entschieden hat.
Eigentlich wollte ich dann überhaupt nie mehr Gunslinger spielen, bis zu dem Tag, als mir ein guter Freund im Spiel von seinem ersten Gunslinger-Set erzählt hatte. Das hat mich extrem motiviert, weil ich mir dachte, wenn der ein Gunslinger-Set gewinnen kann, kann ich das schon lange. Nebenbei war Ring endlich auf der Liste der verbotenen Karten, was mich auch sehr gefreut hat.
Ich habe dann ziemlich viele Duelle in Gunslinger und in YOC (Yu-Gi-Oh! Championship) beobachtet und analysiert. Manche der Gewinner-Decks habe ich dann auch nachgebaut, weil sie mir sehr gut gefallen haben, und weil das Bauen von eigenen Decks eine sehr zeitaufwendige und unsichere Sache ist.
Kleine Nebenbemerkung:
Meine Meinung ist die, dass man erfolgreiche Decks, mit denen andere schon Gunslinger Sets geholt haben, nachbauen und vielleicht dann leicht verbessern, oder auf seine eigene Spielweise leicht anpassen sollte.
Erstens gibt es schon jedes Deck irgendwo von irgendwem auf der Welt, also wird man sowieso immer beschuldigt, ein Deck kopiert zu haben, auch wenn man es tatsächlich selbst gebaut hat.
Zweitens … STOOOOOOP – ich schreibe meine Gunslinger-Erfahrungen lieber dann doch in einem eigenen Artikel später irgendwann, sonst wird dieser hier viel zu lang.
Ein paar Wochen später, habe ich dann jedenfalls tatsächlich mein erstes Gunslinger Set geholt. Das muss im Jänner 2008 oder im Dezember 2007 gewesen sein – das Exxod Set. Ich habe mich damals wahnsinnig gefreut darüber, und der Gewinn des ersten Gunslinger-Sets hat mir sehr viel Selbstvertrauen und Bestätigung gegeben.

Zum Thema Selbstvertrauen, Siegermentalität, Geist der Karten und wie es nach meinem ersten Gunslinger Erfolg weitergegangen ist, schreibe ich dann nächsten Sonntag in Teil 3 dieser Kolumne.
Eine Bewertung meiner Spielstärke, wie ich sie in Teil 1 gemacht habe, will ich nicht mehr machen. Es soll in Yu-Gi-Oh vor allem um den Spaß am Spiel gehen. Die Einteilung in Level und Gunslinger macht vielleicht einen falschen Eindruck. Wenn man Gunslinger mal etwas lockerer spielen kann, weil man vielleicht schon ein Set geholt hat, sind die Duelle die man sich dort liefert vom allerfeinsten, und Spielspaß pur.
Teil 1 ist hier: 3 Jahre aktiv in Yu-Gi-Oh! Online – Teil 1
